Die Schweiz setzt für den Eurovision Song Contest 2026 auf eine der profiliertesten Künstlerinnen des Landes: Veronica Fusaro ESC Schweiz wird mit der Single „Alice“ in Wien an den Start gehen. Der Beitrag bricht mit den Erwartungen an einen klassischen ESC-Song und präsentiert sich als tiefgründige Alternative-Pop-Hymne. In „Alice“ erzählt Fusaro die erschütternde Geschichte einer Frau, deren Identität durch die Kontrolle anderer langsam verschwindet. Es ist ein mutiges Statement von Veronica Fusaro ESC Schweiz, das psychische Gewalt und Machtmissbrauch thematisiert. Musikalisch wird dieser Inhalt durch ein beeindruckendes Arrangement unterstützt, das von einem sanften Walzer in kraftvolle Rock-Passagen übergeht. Die Zusammenarbeit mit der britischen Star-Produzentin Charlie McClean sorgt zudem für einen modernen, internationalen Sound, der in Wien für Aufsehen sorgen wird.
Die Produktion: Wenn Charlie McClean auf Schweizer Pop trifft
Für „Alice“ hat sich Veronica Fusaro prominente Unterstützung geholt. Die britische Produzentin Charlie McClean, die bereits mit Ikonen wie Diana Ross gearbeitet hat, verleiht dem Song seine besondere Dynamik. Der 6/8-Rhythmus erzeugt zu Beginn eine Atmosphäre, die an die Unschuld alter Spieluhren erinnert. Doch dieser Eindruck täuscht, genau wie die Manipulationen, von denen der Text berichtet. Wenn die verzerrten Rock-Riffs einsetzen, wird die emotionale Wucht des Themas physisch spürbar. Diese klangliche Zuspitzung ist das Markenzeichen von Fusaros neuem Stil. Sie schafft es, schwere Themen in eine musikalische Form zu gießen, die sowohl im Radio als auch auf der großen ESC-Bühne funktioniert. Die Produktion ist dabei stets darauf ausgerichtet, Veronicas ausdrucksstarke Stimme in den Mittelpunkt zu stellen.
Alice: Ein Song, der zum Nachdenken anregt
Das Besondere an dem Song ist die Perspektive. Alice kommt im gesamten Text nie selbst zu Wort; ihre Geschichte wird fremdbestimmt erzählt. Veronica Fusaro nutzt dieses stilistische Mittel, um auf die Sprachlosigkeit von Opfern aufmerksam zu machen. In einer Welt, in der oft nur die lautesten Stimmen gehört werden, gibt dieser Song den Leisen eine Plattform. Fusaro beweist damit eine künstlerische Reife, die weit über den gewöhnlichen Pop-Tellerrand hinausblickt. Nach ihrem Chart-Erfolg mit „All the Colors of the Sky“ zeigt sie sich nun von ihrer politischsten und verletzlichsten Seite. Es ist ein Song, der nicht nur gefallen will, sondern eine Diskussion anstößt. Genau diese Authentizität könnte in Wien den entscheidenden Unterschied machen.
Vorbereitung in den deutschen Clubs
Bevor der Countdown für Wien startet, wird Veronica Fusaro das Material live testen. Auf ihrer Deutschland-Tour im April in Städten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt steht die ehrliche Performance im Vordergrund. Fans haben hier die Möglichkeit, die Nuancen von „Alice“ ohne die Ablenkung einer gigantischen Fernsehproduktion zu erleben. Diese Shows sind für die Künstlerin essenziell, um die emotionale Verbindung zum Publikum zu festigen. Wer die „SRF 3 Best Talent“-Gewinnerin im Prachtwerk oder in der Hebebühne sieht, wird verstehen, warum sie die richtige Wahl für die Schweiz ist. Die Live-Termine sind der Startschuss für eine Reise, die am 11. März mit der Single-Veröffentlichung beginnt und im Mai ihren Höhepunkt findet.
05.04. Bamberg, Live Club (Freier Eintritt)
06.04. Hamburg, Hebebühne
07.04. Berlin, Prachtwerk
08.04. Frankfurt, Ponyhof Club
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